28.05.2015

In Anlehnung an den letzten Blog zur „Bibliothek als eBook Handlung“ finden Sie hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

 

Welcher Student kennt die Problematik nicht?

Eine wichtige Ausarbeitung steht bevor und schon sind die Bibliotheken überfüllt.

Einige Studenten verfolgen die Taktik, den ganzen Tag in der Bibliothek zu sitzen und dort alles nötige zusammenzutragen.

Andere wiederum leihen sich die Bücher aus und arbeiten von zu Hause aus.

Dabei gilt, gleich welcher Arbeitsvariante wir folgen: der Arbeitsaufwand bleibt derselbe. Das Herausarbeiten von Inhalten ist sehr mühselig und kostet uns viel Zeit.

Da wäre es doch effektiver, gäbe es die Möglichkeit, die notwendigen Seiten eines Werkes einzuscannen und diese am Laptop bearbeiten zu können.

 

Durch das bereits im April ergangene Urteil des Bundesgerichtshofes

(Aktenzeichen: I ZR 69/11) haben nicht nur Studenten sondern auch andere Besucher von Bibliotheken die Möglichkeit, von elektronischen Leseplätzen Gebrauch zu machen.

An diesen Plätzen können Besucher ihre Bücher lesen und die Inhalte für ihre privaten Zwecke verwenden. Sie können Seiten aus Werken kopieren und ausdrucken, auch das Abspeichern von gewünschten Seiten auf einem USB-Stick ist erlaubt. Dabei kann z.B. zwischen den Formaten PDF und JPEG gewählt werden.

Um die Störung anderer Leser zu verhindern, stellen viele Bibliotheken eigens Räume zu Verfügung, in denen sich Scan-Plätze befinden. Diese Räume sind mit den notwenigen Gerätschaften ausgestattet.

Letztlich klärte der BGH in seiner Entscheidung auch die Frage nach dem Scannen und Abspeichern gesamter Werke.

Es ist den Besuchern gestattet komplette Bücher für den eigenen Gebrauch zu scannen.

 

Fakt ist:

Durch die Gewährleistung solcher Scan-Plätze an Universitäten können Studenten die Ergebnisse ihrer Recherchen auf einem USB-Stick abspeichern und sie so nach Hause transportieren. Das erspart Ihnen und auch anderen Besuchern eine eventuell anfallende Leihgebühr, das Gewicht diverser Bücher und verhindert zudem auch, dass so manche Bücher nicht griffbereit sind.

Monika Wystup