Oft werden Datenreste auf gebrauchten Datenträgern nur unzureichend gelöscht. Das kann weitreichende Folgen haben.Man kauft ein neues Smartphone oder eine neue Festplatte und verkauft das gebrauchte Gerät an Dritte weiter. Fast jeder kennt ein solches Szenario. Doch hat man dabei die eigenen Daten so gelöscht, dass der Käufer sie nicht wiederherstellen kann?
In vielen Fällen gelingt dies nicht. Schlimmer noch viele Verkäufer machen sich gar keine Gedanken über ihre Privatsphäre. Es lassen sich beispielsweise eBay-Anzeigen finden, in denen etwa der Verkäufer dem Käufer das Löschen der Daten überlässt. Völlig bereitwillig werden so eine Vielzahl von Daten hergegeben.Neben Computerfestplatten betrifft das auch andere Datenträger, wie Smartphones und Tablets.

 

Welche Gefahren birgt das?

Wer seine Daten nicht richtig löscht, riskiert empfindliche Daten an Dritte weiterzugeben. Oftmals werden Festplatten zwar formatiert oder gelöscht, aber nicht überschrieben. Für einen Käufer kann es so leicht sein Daten wiederherzustellen. Seien es Accounts für Webdienste, die im Browser gespeichert sind, geschäftliche Verträge, am PC verfasste Testamente oder gar Bankdaten. Es gibt einige Softwareanbieter, die Lösungen zur Wiederherstellung von Daten anbieten.

 

Was kann man tun, um Datenreste sicher zu löschen?

Im Internet findet man viele Programme, die beim sicheren Löschen von Daten helfen sollen. Sowohl kostenlose Software, als auch kostenpflichtige Lösungen stehen dort zu Download bereit. Mit vielen dieser Tools lassen sich Daten zufriedenstellend beseitigen. Höchstens mit aufwendigen forensischen Verfahren lassen sich die Daten dann noch wiederherstellen.
Man sollte sich zunächst einen Überblick über das Softwareangebot verschaffen. Hilfestellung dabei bieten Plattformen, wie CHIP oder ComputerBild. Ebenfalls sollte man sich fragen, ob man bei einem solchen sensiblen Thema auf kostenlose Software vertrauen möchte.

Jannik Dörr