13.09.2015

 Früher haben wir alle Bilder in Fotoalben gesammelt. Heute neigen wir dazu, die sozialen Netzwerke mit unseren Fotos zu überfluten.

Das erste Krabbeln, der erste Schritt werden von den stolzen Eltern festgehalten und unmittelbar gepostet. Es scheint so, als ob der Gedanke, dass viele Menschen dieses Bild sehen können, in vielen Köpfen wieder vergessen wurde.

Während früher geschätzte 10 Personen zeitgleich unsere Fotos betrachten konnten, sind es heute tausende von Menschen.

Da stellt sich doch die Frage, ob die Privatsphäreeinstellungen auf sozialen Netzwerken den Schutz bieten, den sie auch versprechen. Laden wir ein Bild auf der Plattform Facebook hoch, haben wir immer noch das Urheberrecht daran. Das kann uns Facebook nicht nehmen. Allerdings ist im „Hilfebereich“ nachzulesen, dass beim Löschen nur ein Teil der vorhandenen Information gelöscht wird. Eine dauerhafte Löschung aller Informationen zu dem Bild kann nur durch das Löschen des eigenen Kontos erfolgen.

Fakt ist:

Wir sollten uns zweifach überlegen, ob wir ein bestimmtes Bild im Internet hochladen. Da immer die Möglichkeit besteht, dass ein anderer dieses Bild herunterlädt und es verbreitet.

Insbesondere, wenn es um unsere Kinder geht, sollten wir an ihre Zukunft denken und nicht daran, wie viele Personen das Bild wohl liken werden.

Monika Wystup