29.04.2015

Wollen wir Musik hören, reicht es uns schon lange nicht mehr, nur das Radio anzumachen. Wir wollen unsere Lieblingsmusik jederzeit und überall hören können. Dabei wollen wir natürlich nicht jedes einzelne Lied kaufen. Am liebsten ist es uns, wenn das dazugehörige Video zeitgleich zur Musik angezeigt wird. Das Smartphone, der PC und vor allem das Tablet machen dies möglich. Mit dem Tablet bewaffnet können wir beim Kochen den Lieblingssong hören und gleichzeitig zum Video mittanzen.
Anbieter wie Spotify machen es möglich.
Durch diese Programme haben wir Zugriff auf Video- und Audiodaten. Wir können diese dann jederzeit streamen. Das bedeutet, dass wir eine Datenübertragung über ein Netzwerk starten können und so zu unseren Lieblingsliedern und Videos gelangen.
Diese Apps sind durch Werbefinanzierung meist kostenfrei für den Nutzer gestaltet.

Der Rapper Jay-Z wollte eine eigene App auf die Beine stellen, bei der nicht nur die Musik, sondern auch die Künstler im Vordergrund stehen sollten. Hierfür kaufte er die Firma Aspiro auf und ließ sich seinen eigenen Flatrate-Musik-Dienst namens Tidal programmieren. Dieser Dienst genießt mittlerweile europaweite Präsenz. Ziel ist es, eine weltweite Verfügbarkeit herzustellen. Das Unternehmen bietet 25 Millionen Songs und 75.000 Videos an, wobei Jay-Z einige Künstler exklusiv für sein Projekt gewinnen konnte. Diese stellen nur ihm ihre Werke frei.
Sänger wie Usher, Alicica Keys, Madonna und Rihanna, Coldplay aber auch Beyoncé haben sich dem Musikerbündnis angeschlossen.

Fakt ist:
Ein neues Streaming Angebot feuert den Wettbewerb mehr an. Das ist positiv für die Nutzer, da das Angebot stetig wächst. Negativ ist allerdings festzuhalten, dass Tidal ein, in Relation gesehen, eher teureres Programm ist. Es kostet umgerechnet 19,99€ pro Monat. Eine kostenfreie Testversion gibt es nicht.
Dafür stehen die Musik und das Eigentumsverhältnis der Künstler dazu wieder im Vordergrund.

Monika Wystup