Viele Nutzer dürften, beim Blick in ihr E-Mail-Postfach, in den letzten Tagen und Wochen eine böse Überraschung erlebet haben. Denn aktuell werden im großen Stil Fake-Abmahnungen wegen illegalem Filesharing verschickt. Unter dem Namen von großen deutschen Abmahnkanzleien, wird Schadenersatz gefordert und der Nutzer dazu aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Betroffen sind die Kanzleien Schutt Waettke, Waldorf Frommer und SKW Schwarz.

 

Woran erkennt man eine gefälschte Abmahnung?

Zunächst einmal gilt, dass Abmahnungen aufgrund von illegalem Filesharing in der Regel nicht per E-Mail übermittelt werden. Wer also eine Abmahnung der E-Mail erhält, sollte stutzig werden. Darüber hinaus sind die Fake-Abmahnungen alle nach dem gleichen Muster aufgebaut: Den Betroffenen wird vorgeworfen das Produkt Adobe Photoshop illegal zum Download angeboten zu haben. Gestützt wird diese Anschuldigung immer auf dieselben Daten. Sprich die IP-Adresse, der Zeitpunkt der vermeintlichen Tat und weitere angegebene Daten, sind identisch. Dabei handelt es sich um folgende Daten:

IP-Adresse 217.13.28.193
Zeitpunkt: 02.03.2017 / 15:47 Uhr
Filehash: 4E622E527F63C77FB15FC49852CD5D12
P2P-Netzwerk: BitTorrent
Benutzerkennung:653385637
Angebotenes Werk: Adobe Photoshop CS6 – Master Collection

Schlussendlich werden die Betroffenen in der E-Mail dazu aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben, sowie insgesamt 4164,40 Euro an Schadenersatz und Anwaltskosten zu zahlen. Außerdem wurde der E-Mail ein Link beigefügt, welcher den Betroffenen auf eine Seite mit weiteren Informationen weiterleiten soll.

 

Wie sollte man auf eine Fake-Abmahnung reagieren?

Sollten Sie vor kurzem eine wie oben beschrieben Abmahnung erhalten haben, können sie aufatmen. Es handelt sich dabei zweifelsfrei um eine Fälschung. Löschen sie die E-Mail umgehend. Sie sollten unbedingt davon absehen, den beigefügten Link anzuklicken oder Anhänge zu öffnen. Darüber hinaus sollten Sie natürlich die Forderung keinesfalls begleichen. Die betroffenen Kanzleien haben zum Teil angekündigt, strafrechtlich gegen die Verfasser vorgehen zu wollen.

                                                                                                                                                                                             Janik Dörr